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Rita Sabo

Expressiv und gleichzeitig zart. In ihrer künstlerischen Praxis vereint die international erfolgreiche Malerin, Bildhauerin und Designerin Rita Sabo ihr umfangreiches Wissen über die Energie von Symbolen mit abstrakter Malerei. Ihre kaleidoskopisch anmutenden Gemälde sind sensibel, feinsinnig und trotzdem stark und dynamisch.

Die Werke der Künstlerin Rita Sabo wirken strukturiert und symmetrisch, strahlen aber auch eine kühle Subtilität aus. Vielschichtig und gekonnt komponiert erzeugen sie eine fast mystische Aura und einen spirituellen Sog. In ihren Motiven und Mustern verbindet sie Elemente die uralt und geheimnisvollen aber zugleich modern und futuristisch scheinen. Dabei will sie sowohl weibliche wie auch eher männliche Energien verbinden und untersuchen, wie diese sich gegenseitig bedingen. Ihre Bilder und Skulpturen sind durch rhythmische Wiederholungen von Farben, Symbolen und Formen gekennzeichnet und sollen es dem Betrachter ermöglichen, diese nicht nur mit dem Auge, sondern auch mit dem Unterbewusstsein wahrzunehmen. Die Formen erinnern an Sterne, Kompasse, Planeten, wirken beinahe sakral. Das macht Rita Sabo zum Teil einer neuen Generation von Künstlerinnen, die nach spiritueller Erfahrung und Engagement in einer wiederverzauberten Welt suchen.

Rita Sabo bei der Arbeit © Copyright: Rita Sabo Studio

Rita Sabo bei der Arbeit © Copyright: Rita Sabo Studio

Im Nordkaukasus geboren, wächst Rita Sabo mehrsprachig zuerst in Jerusalem auf, später in Zürich. Dort besucht sie zunächst lokale Kunstschulen bevor sie ein Studium der Malerei an der Invers Schule für Gestaltung in Olten in der Schweiz absolviert. Während ihr Fokus zunächst auf Malerei liegt, bildet sich Rita Sabo später im Bereich des Schmuckdesigns am renommierten College Central Saint Martins in London fort. Heute lebt die Weltbürgerin mit ihrem Mann, dem global agierenden Schmuck-Unternehmer und Designer Thomas Sabo, und ihrer gemeinsamen Tochter Venezia in Wien und auf Ibiza. In ihrer künstlerischen Praxis widmet sie sich der Bedeutung alter Symbole im Kontext unserer heutigen Zeit und schafft Neuinterpretationen dieser Symbole, im Sinne einer künstlerischen Aktualisierung und zukunftsorientierten Aufarbeitung. Aber auch die Macht des Unterbewusstseins, wie Carl Gustav Jungs Theorien zu Anima und Animus, inspirieren Rita Sabo. Ein zentraler Baustein ihrer Arbeit ist die sogenannte „heilige Geometrie“, mystische und religiöse Zeichen aus der Vergangenheit. „Unsere ganze Welt beruht auf sakralen Formen. Sie sind Urformen, die uns in der Natur begegnen, in der antiken wie in der modernen Architektur. Egal, wie wir uns als Menschheit entwickeln, diese Formen begleiten uns, auch wenn wir sie für gewöhnlich nicht bewusst wahrnehmen“ führt sie in einem Interview mit Harper’s Bazaar aus. Sie habe sich, seit sie denken kann, „für alles begeistert, was ein Mehr verheißen hat“ bekennt sie. Fraktale Erscheinungsformen schließen dabei auch die Verbindung zur Natur.

Auch bei ihrem aktuellen Projekt spannt sie einen Bogen zwischen der Natur, der Mystik und der Spiritualität. „Sacred Planet“, der dieses Jahr auch in den imposanten Räumen der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig gezeigt wurde, ist ein aussagekräftiges Symbol, das die Würde und Unantastbarkeit der Erde verdeutlichen soll. Die Arbeit ist die Vision einer ganzheitlich gelebten, globalen Nachhaltigkeit und eines neuen Bewusstseins in der Kunst an der Schwelle einschneidender globaler Veränderungen. Obwohl die stimmungsvolle Verwendung von Farben und abstrakten Motiven in der künstlerischen Praxis von Rita Sabo an den Impressionismus erinnern könnte, ist es nicht der Ansatz der Künstlerin, die Realität abzubilden. Vielmehr will sie mit der Mischung aus gekonntem Pinselstrich und präzise arrangierten Flächen den Bildraum erweitern und die Vorstellungskraft der Betrachter herausfordern. Mit ihrer unverkennbaren künstlerischen Handschrift und ihrer höchst subjektiven Bildsprache versteht sie es, mystische Zeichen aus der Vergangenheit in ihre eigene Interpretation der Gegenwart und Zukunft zu transformieren.

Text: Quirin Brunnmeister

Rita Sabo mit Wolfram Kons vor ihrer Skulptur Scared Planet © Copyright: Rita Sabo Studio

Fotos © Rita Sabo

„ntv inside art: Rita Sabo – Der heilige Planet der Kunst“
mit Wolfram Kons

Erstausstrahlung: 06. Oktober 2023 um 19:30 Uhr auf ntv Wiederholungen: 07. Oktober um 06:30 Uhr und 08. Oktober 2023 um 11:30 Uhr